Immobilienportal Grundstücksportal Anbieterportal
WFG StädteRegion Aachen
 

StädteRegion Aachen

 

Einwohnerzahl

539.516

 

Fläche (km²)

707,16

 

Verkehrsanbindung

Autobahnen Aachen-Düsseldorf/A 44 und Aachen-Köln/A 4,

Flughäfen Aachen-Maastricht, Düsseldorf und Köln-Bonn

 

Beschäftigte (Soz.vers.pfl. Beschäftigte insg.)

175.829

 

Kaufkraftindex EZH

96,0

 

 

Weitere Informationen zur StädteRegion Aachen:

 

Die StädteRegion Aachen ist ein Kommunalverband besonderer Art im Südwesten Nordrhein-Westfalens. Verwaltungssitz ist Aachen. Die Städteregion ist seit dem 21. Oktober 2009 Rechtsnachfolger des Kreises Aachen, der aufgelöst wurde und dessen ehemalige Gemeinden mit der kreisfreien Stadt Aachen die neue Städteregion bilden. Mit der Bildung der Städteregion Aachen wird zum ersten Mal ein Regionsmodell in Nordrhein-Westfalen erprobt. In Niedersachsen existiert bereits die Region Hannover, sowie im Saarland der Regionalverband Saarbrücken.

 

 

Mitglieder der StädteRegion Aachen sind Aachen, Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Herzogenrath, Monschau, Roetgen, Simmerath, Stolberg und Würselen. Die Stadt Aachen hat gemäß dem Aachen-Gesetz eine rechtliche Sonderstellung, die ihr eingeschränkt die Rechte einer kreisfreien Stadt zugesteht. In der Städteregion Aachen gibt es damit zehn Gemeinden, von denen acht den Titel „Stadt“ führen. Sechs davon sind mittlere regionsangehörige Städte mit 25.000 bis 60.000 Einwohnern, Aachen selbst ist eine Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern.

 

 

Rechtsvorgänger Kreis Aachen

Der Kreis Aachen wurde bereits 1972 neu gebildet. Zu jenem Zeitpunkt war die Maxime, dass keine kreisfreie Großstadt in Nordrhein-Westfalen Sitz eines (Umland-) Kreises sein sollte, noch nicht wirksam. In den Kommunalreformen vor 1972 wurden aber bereits einige kleinere kreisfreie Städte in die sie umgebenden Kreise eingegliedert (beispielsweise die Stadt Herford in den gleichnamigen Kreis). Bei den größeren kreisfreien Städten Bielefeld (1973) und Münster (1975) löste man die nach ihnen benannten Kreise konsequent auf und gliederte etliche ihrer Gemeinden in die jeweilige Großstadt ein. Im Falle Aachen wurde jedoch keine weitere Kommunalreform durchgeführt und so blieb es bei der Trennung von Stadt und Kreis. In Nordrhein-Westfalen blieb die Trennung in Landkreis und kreisfreie Stadt ein Sonderfall, wohingegen dies in anderen Bundesländern (vgl. Landkreis Osnabrück und Osnabrück) häufiger anzutreffen ist.

 

 

Zweckverband

Vorläufer der Gebietskörperschaft und des Kommunalverbandes besonderer Art war zunächst ein gleichnamiger kommunaler Zweckverband, der neben den heute in der Städteregion verbundenen Kommunen auch den Kreis Aachen umfasste. Verbandsmitglieder waren also die kreisfreie Stadt Aachen, der Kreis Aachen und dessen neun kreisangehörige Kommunen. Der Zweckverband Aachen wurde im Jahr 2004 vereinbart und 2005 wirksam. Die Zweckverbandsversammlung bestand aus insgesamt 60 stimmberechtigten Vertreterinnen und Vertretern der Verbandsmitglieder. Der Zweckverband als Vorläufer der Gebietskörperschaft hatte sich unter anderem den Ausbau der guten Zusammenarbeit unter den Mitgliedskörperschaften, eine gebündelte Aufgabenwahrnehmung, eine gemeinsame Interessenvertretung und den Ausbau von grenzüberschreitenden Kooperationen zum Ziel gesetzt. Es wurden vor allem gemeinsame Aufgaben im Bereich Straßenverkehrsverwaltung, Schulverwaltung und Wirtschaftsförderung wahrgenommen.

 

 

Kommunalverband besonderer Art

Per Landesrecht (Aachen-Gesetz) wurde vom nordrhein-westfälischen Landtag die Einrichtung der Städteregion Aachen als ein neuer Kommunalverband besonderer Art und Gebietskörperschaft als Rechtsnachfolger des Kreises Aachen zum 21. Oktober 2009 beschlossen. Der Kreis Aachen wurde zeitgleich aufgelöst. Als Vorbild der Gebietskörperschaft ab dem 21. Oktober 2009 diente die Region Hannover. Die Städteregion Aachen erreichte aber im Gegensatz zum Vorbild nicht die Übernahme von Aufgaben der Bezirksregierung. Die Städteregion Aachen soll diverse Aufgaben der Kommunen übernehmen, etwa im Bereich der Verkehrsplanung oder Rettungsdienst. Ziel sei es, dass diese Region nach außen stärker auftreten könne, innerhalb Synergieeffekte aufträten und weniger Verwaltungsarbeit anfalle. Kritiker dieser Zentralisierung weisen darauf hin, dass viele Probleme dezentral besser gelöst werden könnten, wie etwa die Jugendarbeit. Des Weiteren bestehe die Gefahr, dass kleinere Kommunen in der Städteregion weniger gefördert würden, insbesondere was die Wirtschaftsförderung angeht, und so sich schlechter entwickeln würden.

 

Der Name Städteregion Aachen wurde gewählt, da der Name Region Aachen bereits für den ehemaligen Regierungsbezirk Aachen (hierzu gehören auch die Kreise Düren, Heinsberg und Teile des Kreises Euskirchen) verwendet wird und dem Zuschnitt der Regio Aachen (hierzu gehört der ganze Kreis Euskirchen), dem deutschen Teil der Euregio Maas-Rhein entspricht.

 

zurück